Artikel 3

Gleichheit vor dem Gesetz

Hier geht es darum, dass alle gleich behandelt werden und niemand benachteiligt oder bevorzugt wird.

Das sagt das Grundgesetz zur Gleichheit vor dem Gesetz (Absatz 1)

Ob arm oder reich, alt oder jung, berühmt oder unbekannt – alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
Gleichheit bedeutet hier allerdings nicht, dass alle Menschen immer das Gleiche haben oder tun müssen – im Gegenteil. Unser Grundgesetz möchte sicherstellen, dass der Staat allen die gleichen Chancen ermöglicht, im Leben das zu erreichen, was sie selbst möchten. Und diese Wünsche können bei den einzelnen Menschen ganz unterschiedlich sein.Wenn alle Menschen die gleichen Chancen haben, ihre Ziele zu erreichen, empfinden wir das als gerecht.
Leider geht es in der Welt nicht immer gerecht zu.

Das sagt das Grundgesetz zur Gleichberechtigung (Absatz 2)

Gleichberechtigung – dieses Wort hast du bestimmt schon einmal gehört. Gleichberechtigung bedeutet, dass niemand wegen seines Geschlechtes, das heißt: weil er ein Mann oder eine Frau ist, benach-teiligt werden darf. Daran muss sich auch der Staat halten. Es ist wichtig, dass alle ausprobieren dürfen, was in ihnen steckt – egal ob Junge oder Mädchen, ob Mann oder Frau.

Artikel 3 sagt es ganz einfach: Männer und Frauen sind gleichberechtigt!

Das sagt das Grundgesetz zur Benachteiligung (Absatz 3)

Menschen können von anderen aus den unterschiedlichsten Gründen

ungerecht behandelt werden: weil sie eine andere Sprache sprechen, weil sie eine andere Hautfarbe haben oder weil sie an einen anderen Gott glauben. Sicher hast du das auch schon einmal erlebt. Wenn wir mitbekommen, dass jemand ungerecht behandelt wird, können wir uns für Gerechtigkeit einsetzen. Denn: Jeder Mensch ist etwas Besonderes und gleich viel wert wie andere. Ein Mensch soll bei uns keine Nachteile oder Vorteile haben, egal woher er kommt, wie er aussieht, welches Geschlecht er hat oder welcher Religion er angehört.

 Grundgesetz Artikel 3 Absatz 1, 2 und 3

(1) „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“
(2) „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. […]“
(3) „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

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