Artikel 1

Menschenwürde

Hier geht es darum, dass wir jeden Menschen achten und anerkennen, wie er ist.

Das sagt das Grundgesetz zur Menschenwürde

Jeder Mensch hat eine Würde – das heißt, er ist eine einmalige Person. Jeder hat besondere Fähigkeiten und Eigenschaften, Begabungen und Gefühle, auf die er stolz sein kann. Das ist etwas sehr Wertvolles. Darum soll jeder Einzelne in seiner Würde von den anderen Menschen und vom Staat geachtet und geschützt werden.

Das Grundgesetz und die darauf aufbauenden Gesetze stellen sicher, dass die Würde eines Menschen unantastbar ist. Sie darf nicht durch den Staat oder andere Menschen verletzt werden. Eine solche „Verletzung“ kann auf vielerlei Weise geschehen. Zuallererst fallen dir vielleicht Schläge ein. Aber auch andere Verletzungen sind gemeint, wenn z. B. einem Menschen etwas weggenommen wird, was ihm wichtig ist, oder wenn er zu etwas gezwungen wird, was
er nicht tun will. Leider kannst du dich aber nicht auf das Grundgesetz
berufen, wenn du keine Lust auf Hausaufgaben hast …

Andere Verletzungen oder Demütigungen, die wehtun, kennst du sicher aus deinem Alltag. So gehören auch Worte, die man jemandem „an den Kopf wirft“, dazu. Wenn jemand beleidigt und lächerlich gemacht wird oder wenn man jemandem zu verstehen gibt, dass er weniger wert ist als man selbst, missachtet man seine Würde. Auch Olivers Würde wurde auf diese Weise verletzt.

 Grundgesetz Artikel 1 Absatz 1
(1) „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

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