Artikel 11

Freizügigkeit

Hier geht es darum, dass jeder Bürger seinen Wohnort wechseln und selbst entscheiden kann, wo er leben will.

Das sagt das Grundgesetz zur Freizügigkeit

Die Eltern von Max können für sich entscheiden, wo sie wohnen möchten. Die Familie kann in eine andere Stadt oder Region ziehen, wenn die Eltern dort eine bessere Arbeit bekommen oder es ihnen woanders einfach besser gefällt. Da Max noch nicht erwachsen ist, zieht er zusammen mit seinen Eltern um.
Der Staat will und darf seinen Bürgern nicht verbieten, an einen anderen Ort zu ziehen. Die sogenannte Freizügigkeit ist in Artikel 11 des Grundgesetzes geregelt.

Das Grundgesetz legt damit fest, dass alle Bürger das Recht haben, dort zu leben, wo sie wollen.
Allerdings gibt es auch in Deutschland Menschen, die dieses Recht nicht haben. Dazu zählt zum Beispiel jemand, der eine Straftat begangen hat und deswegen im Gefängnis sitzt. Diesem Menschen kann der Staat keine Freizügigkeit gewähren, da er verhindern muss, dass der Straftäter noch einmal eine Straftat begeht.
Außerdem gehören dazu Menschen, die in ihren Heimatländern verfolgt werden und nach Deutschland geflüchtet sind, um hier um Asyl zu bitten. Während darüber entschieden wird, ob sie hierbleiben dürfen, bestimmt der Staat eine Stadt, in der sie leben müssen. Sie können nicht einfach umziehen.

 Grundgesetz Artikel 11 Absatz 1

(1) „Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.“

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