Artikel 8

Versammlungsfreiheit

Hier geht es darum, dass alle Bürger sich versammeln können.

Das sagt das Grundgesetz zur Versammlungsfreiheit

Was eigentlich selbstverständlich erscheint, ist im Grundgesetz ausdrücklich aufgeschrieben: Die Bürger haben in Deutschland das Recht, sich zu versammeln, wenn sie das möchten. Versammeln bedeutet, dass sie sich in kleinen oder großen Gruppen auf der Straße oder in Gebäuden aufhalten dürfen. Sie können sich zuhause zu einer Familienfeier treffen oder auf der Straße für eine Sache gemeinsam demonstrieren. Der Staat darf solche Zusammenkünfte nicht von vornherein verbieten. Allerdings gilt: Wer sich mit anderen versammelt, muss das in friedlicher Absicht tun – Waffen sind bei solchen Veranstaltungen verboten.

Noch eine Beschränkung der Versammlungsfreiheit steht in Absatz 2 des Artikels. Menschen, die auf der Straße gegen etwas protestieren oder für etwas demonstrieren wollen, müssen dies vorher beim Rathaus anmelden. Das macht Sinn: Wenn viele Menschen an einer Demonstration teilnehmen, muss die Polizei vorher die Straße sperren, damit keine Unfälle passieren. Manchmal müssen auch die Busse umgeleitet werden, wenn große Veranstaltungen statt finden. Da muss die Stadt vorher Bescheid wissen!

 Grundgesetz Artikel 8 Absatz 1 und 2

(1) „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“
(2) „Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.“

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